proccessing... ...please wait
Vergesslich?  

Keine Panik auf der Titanic. Wir schicken Dir ein neues Passwort zu.


E-Mail:


Passwort anfordern
Passwort auf dem Weg  

Guck mal in Dein E-Mail Postfach.



Schließen

Login  
E-Mail
Passwort


Login


Passwort vergessen?


Registrierung  

Der Zugang ist kostenfrei und bringt Dir viele Zusatzfunktionen. Sei jetzt dabei!


Jetzt registrieren


Registrierung 


*Pflichtfelder

Registrieren

Es ist ein Fehler aufgetreten!  

Es ist bereits ein Nutzer mit der angegebenen E-Mail-Adresse vorhanden. Bitte geben Sie einen anderen E-Mail-Account an, um sich bei portatio zu registrieren.



Passwort vergessen?
Schließen
Fix und fertig! 

Jetzt bist Du dabei und kannst Dich einloggen.



Schließen
Uuups 

Irgendwas ist da nicht richtig. Hast noch einen Versuch.



zum Login
Nö Nö!  
Die übergebenen Parameter sind nicht mehr gültig!

Passwort anfordern
Fast geschafft.  
Wir senden Dir eine E-Mail. Guck mal, ob sie schon da ist.
Erst anmelden  

Erst anmelden, dann abstimmen.


Jetzt registrieren
Newsletter - Login
Hey Unbekannte/r… 
Ich bin der virtuelle Türsteher. Bist Du schon drin?
Dann log Dich ein oder registriere Dich hier kostenfrei.
E-Mail
Passwort
Ich bleib anonym, Basta!
Na gut, dann eben nicht.
Kannst trotzdem den Kommentar posten, wenn Du das hier ausfüllst:
Nickname
E-Mail (wird nicht angezeigt)
Sicherheitsabfrage : (Bild nicht lesbar ?)
Einfach Brille auf und die obigen Zeichen eingeben.

  

Passwort auf dem Weg
Bimmel-Bingo! Dein Kommentar ist online. 

Komm, überleg es Dir doch nochmal mit dem Registrieren. Kost´ kein Cent.


Registrieren Schließen

27.08.2015 - Autor: Jochen Dieckmann  - Aus der Branche



Wochenende in der Fahrerkabine


Die gute Nachricht vorweg: In Deutschland ist es LKW-Fahrern nicht verboten, das Wochenende in der Fahrerkabine zu verbringen. Es gibt kein Gesetz, dass das verbietet und auch keinen diesbezüglichen Bußgeldtatbestand.

Die Falschinformation, dass das verboten sei, wird seit etwa zwei Jahren von interessierten Kreisen hartnäckig wider besseres Wissen verbreitet. Sie sehen darin ein Mittel, gegen osteuropäische Kollegen und ihre Auftraggeber vorzugehen. Dabei verdrängen sie allerdings, dass unsere westeuropäischen Kollegen auch seit Jahrzehnten ihre Wochenruhezeit in der Kabine verbringen und sich darüber niemals jemand echauffiert hatte.

Die Unklarheit kommt aber auch zustande durch die missverständliche Formulierung dazu in der EU-Verordnung 561/2006 über die Lenk- und Ruhezeiten. Denn darin steht lediglich, dass die verkürzte Wochenruhezeit in der Kabine verbracht werden darf. Daraus schließen die Aktivisten, dass es quasi automatisch verboten sei, die 45-Stunden-Wochenruhezeit in der Kabine zu verbringen. Juristen sehen das jedoch anders und sagen, wenn der Gesetzgeber das wirklich hätte verbieten wollen, dann hätte er das ausdrücklich in die Verordnung reinschreiben müssen, hat er aber nicht.

Um es mal an einem anderen Beispiel zu erklären: Wenn am Schwimmbad steht, „Baden zwischen 8 und 17 Uhr erlaubt“, kann man nicht automatisch daraus schließen, dass es in der anderen Zeit verboten sei, es erfolgt lediglich auf eigene Gefahr. Sonst hätte dabei stehen müssen: Baden in der Zeit zwischen 17 und 8 Uhr verboten, Zuwiderhandlungen werden verfolgt.

In Frankreich und Belgien wurde das Wochenende in der Kabine mittlerweile verboten und mit einem Bußgeld bedroht. Aber auch dort reichte die Verordnung 561/2006 als Rechtsgrundlage nicht aus, es wurden jeweils extra Gesetze dazu erlassen. In Deutschland gibt es solch ein Gesetz jedoch nicht, auch wenn es noch so oft behauptet wird. Und auch in Frankreich und Belgien hat bisher noch kein Betroffener durch alle Instanzen gegen ein verhängtes Bußgeld geklagt. Wer das täte, hätte gute Chancen, auch dort dieses Verbot wider zu kippen. Im Übrigen gibt es das Gesetz in Belgien jetzt bereits über ein Jahr. Der Erfolg, den die Aktivisten sich und uns davon versprochen hatten, tritt jedoch nicht ein. Die Transportpreise sind dadurch nicht gestiegen, aber genau das sollte es angeblich bewirken.

In Deutschland garantiert Artikel 11 des Grundgesetzes die Freizügigkeit. Kein Gesetz kann mich zwingen, das Wochenende bei der Familie zu verbringen. Auch in anderen europäischen Ländern würde eine solche familiäre Zwangsbeglückung einer Überprüfung durch höhere Gerichtsinstanzen kaum standhalten. Die Folge: Man könnte niemanden zwingen, nach Hause zu fahren, stattdessen entstehen gerade pilzige Containerdörfer an westeuropäischen Autobahnabfahrten. Bevor ich in einem Bett schlafe, welches vorher schon viele Kollegen benutzt hatten, bevorzuge ich persönlich den Aufenthalt in vertrauter Umgebung in den eigenen 4 Wänden, selbst wenn diese nur aus Blech sind.

Fazit: Das Anliegen der Aktivisten, den Preiskampf und den daraus resultierenden Preisverfall im Transportsektor zu stoppen, ist ehrenhaft. Die Forderung nach dem Wochenendverbot bringt sie diesem Ziel jedoch keinen Zentimeter näher, sondern bedeutet lediglich eine weitere Einschränkung der Fahrerfreiheit. Das gefällt uns nicht.




Jochen Dieckmann 

Der gelernte Journalist hat viele Jahre als internationaler Fernfahrer gearbeitet und über seine Erfahrungen das Buch „Geschlafen wird am Monatsende“ geschrieben. Heute setzt sich Jochen als Teil der Transportbotschafter für ein besseres Image des Straßengüterverkehrs ein und bloggt für portatio.


Kommentare (2)
Udo - 28.08.2015 10:26 Uhr
0
0

Mir gefällt der Satz "Die Falschinformation, dass das verboten sei, wird seit etwa zwei Jahren von interessierten Kreisen hartnäckig wider besseres Wissen verbreitet." Da liegt er völlig daneben mit dieser Behauptung. Eine FORDERUNG kann niemals eine Falschinformation sein. An der derzeit rechtlichen Lage in D bestand niemal ein Zweifel, aber eine Forderung diese Lage zu ändern ist weder eine "fixe Behauptung" das es anders sei noch ist eine Forderung eine Falschinformation. Und Argumente vom allgewaltigen BGL und der Politik sind in erster Linie mal Zweckgebunden an den eigenen Interessen ausgerichtet. Also wie so oft ist das zur Zeit alles eine Frage der Interpretation. Es geht und es ging zu keinem Zeitpunkt um jene BKF die das WE freiwillig draussen bleiben wollen, sondern nur um die Masse an Fahrern die das eben genau nicht freiwillig tun, um die sozial abhängigen, die kaum eine Möglichkeit haben sich mit Hilfe von Gewerkschaften oder politischer Rückendeckung zu wehren. Es gibt durchaus rechtliche Möglichkeiten seitens der Firma das WE gesetzeskonform auch über mehrere Wochen draussen zu bleiben. INFORMATION ist einfach ALLES Wenn WIR endlich eine STIMME hätten und einen gemeinsamen Konsens in den Kernfragen, dann könnten wir dafür sorgen, dass es so kommt, wie es für "fast" alle Wünsche passt. ABER dafür ist EINIGKEIT von Nöten. Wie auch immer, derjenige der es wirklich will, und das ist absolut die Minderheit aller BKF , kann sich intensiv mit der Sachlage auseinander setzen und findet genau so wie ich es finden konnte die entsprechende LÜCKE um solange wie er will von zu Hause weg zu sein. Und wenn dies dann zu weiterer Ausbeutung und Zwang bei den Logistikern führt muss eben erneut nachgebessert werden, und zwar sooft wie sich eine neue Lücke auftut.
Auf diesen Nutzer-Kommentar antworten  
Jochen Dieckmann - 30.08.2015 12:34 Uhr
1
0

Ich begrüße es, dass die Actie in dem Punkt dazugelernt hat. Früher hatten auch deren Mitglieder diese Falschinformation verbreitet, dass das Verbot in Deutschland bereits bestehe und daher von der Obrigkeit die Bestrafung bei vermeintlichen Verstößen gefordert. Mittlerweile kommt das von euch meistens nur noch als Forderung, aber die Saat war gesäht und andere verbreiten die Falschinformation jetzt munter weiter. Denen sollte dieser Artikel gegenübergestellt werden, der erstmal einfach nur die Rechtslage erklärt. Den Schuh mag sich dann anziehen, wer will.
Auf diesen Nutzer-Kommentar antworten  
Suche starten
Blogarchiv

Transportbarometer

Your browser does not support the canvas element.
Fracht in %
Laderaum in %
×

Hallo Fremder!

Registrier Dich kostenfrei und nutze alle Funktionen von portatio.