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27.03.2014 - Autor: Ben Mikka Buchner  - Technik



Turbolader: Zusatzwissen und Tricks


Wie ein Turbolader funktioniert, sowie Vor- und Nachteile, erkläre ich hier.

In diesem Artikel gebe ich euch weitere Informationen zum Thema.

„Das Turboloch“:

Wie oben bereits angesprochen wird der Turbolader durch den Abgasstrom des Motors angetrieben. Wenn das Fahrzeug allerdings nur dahin rollt, ohne dass Abgase produziert werden, kann der Turbo auch keine Luft pumpen. Wenn der Fahrer nun aber plötzlich die volle Leistung des Motors fordert, muss zunächst die Abgasturbine auf Schwung gebracht werden. Das dauert mehrere Sekunden. Dadurch entsteht nach der Betätigung des Gaspedals eine kurze Zeit, in der zwar Vollgas verlangt wird, der Motor aber eine geringere Leistung liefert. Das ist das sogenannte „Turboloch“.

Ausfall des Turbos:
Wenn der Turbolader ausfällt kann es sein, dass sich das Fahrzeug nicht mehr fahren lässt. Viele der modernen Fahrzeuge verfügen allerdings über einen Luftmassensensor, der so gut arbeitet, dass der Motor auch ohne den Turbo funktioniert. Durch die verringerte Luftzufuhr verliert der Motor aber erheblich, teilweise über die Hälfte, seiner Leistung. Der Treibstoffverbrauch kann deutlich steigen. Sollten dringend hohe Leistungen benötigt werden, wie beispielsweise am Berg um keine Gefahr für den rückwärtigen Verkehr darzustellen, kann durch sehr hohe Drehzahlen versucht werden, eine höhere Leistung zu erzielen. Der Motor kann nun durch seine natürliche Saugwirkung etwas höhere Luftmengen anziehen.

Große Höhen:
Normalerweise verliert ein Motor, sobald er die Höhe des Meeresspiegels verlässt, an Leistung. Bei zehn Prozent weniger Luftdruck, hat der Motor auch zehn Prozent weniger Leistung. Deswegen wurden in die Flugzeugmotoren schon im zweiten Weltkrieg Turbolader eingebaut, denn in Hochlagen hilft der Turbolader dem Motor dabei, weiterhin hohen Ladedruck zu erzielen. Dadurch werden die Auswirkungen des geringeren Luftdrucks erst später deutlich. Ab einem gewissen Punkt verliert allerdings auch ein Turbomotor an Leistung.

Intercooler:
Der berühmte Ausdruck „Intercooler“, der oft auf als Schild an der Fahrzeugfront stolzer Fahrer prangt, ist eine technische Erfindung, die die Effizienz der Turboaufladung deutlich vergrößert. Dadurch, dass der Turbolader bei Drehzahlen jenseits von 10.000 Umdrehungen pro Minute arbeitet, wird die Ladeluft sehr warm. Der Intercooler ist das Kühlsystem, das hinter dem Turbolader angebracht ist, um die Ladeluft zu kühlen. Durch kühlere Luft wird die Verbrennung effizienter und es wird Treibstoff gespart.

Schaltvorgänge:
Durch das oben angesprochene Turboloch ist es sehr effizient einen Turbomotor mit möglichst wenigen Schaltvorgängen zu bewegen, da die Turbine bei jedem Schaltvorgang ihre Drehzahl verliert, ein kontinuierlicher Gasfuß bzw. ein ruhiger Schaltarm ist gefragt, jede Zugunterbrechung kostet Zeit und Geld. Gerade am Berg sollte nicht unnötig viel geschaltet werden. Wenn beispielsweise ersichtlich ist, dass der LKW den Berg nur in kleinen Gängen bewältigen kann sollte lieber ein etwas größerer Drehzahlsprung in Kauf genommen werden, als jeden Gang einzeln herunter zu schalten.




Ben Mikka Buchner 

Der Schüler ist seit seinem dritten Lebensjahr als Beifahrer auf den Fahrzeugen der familieneigenen Spedition unterwegs. Entsprechend früh fand er sein Interesse an der Bedienung der Sattelzüge. Besonders interessiert den Technik-Fan die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.

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