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14.06.2016 - Autor: Jochen Dieckmann  - Straßenverkehr



Eine Bitte an fahrende Fußballfans


FahneIn der Liste der häufigsten ungeahndeten Verkehrsverstöße steht derzeit die regelwidrige Verwendung von Verzierungen an Fahrzeugen durch Fußball-Fans ganz weit oben.

Am weitesten ist wohl die kleine National-Flagge verbreitet, die am Seitenfenster angebracht wird.

Man sieht diese Fahne aber nicht nur an Seitenfenstern, sondern mittlerweile fast genauso oft im Straßengraben. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn so eine verlorene Fahne einem Zweiradfahrer oder Fußgänger um die Ohren fliegt. Auf der Verpackung steht immer der Hinweis, dass man mit dieser Fahne nicht mehr schneller als 50 oder 80 km/h fahren darf. Das wird aber flächendeckend ignoriert. Die Polizei ahndet das anscheinend auch nur, wenn etwas passiert und drückt sonst alle Augen zu. Möglicherweise wollen sie sich nicht zu unbeliebt machen und denken sich, dass der Spuk sowieso bald wieder vorbei ist.

Dabei könnten die Ordnungshüter dafür saftige Strafen verhängen. Wenn die bunte Fahne verweht, droht PKW-Fahrern ein Verwarnungsgeld, LKW-Fahrern gar eine Anzeige und Punkte wegen mangelnder Ladungssicherung. Innerhalb geschlossener Ortschaften kann obendrein noch ein ortsübliches Verwarnungsgeld wegen illegaler Müllentsorgung dazu kommen. Und richtig teuer wird es, wenn das davonfliegende Teil einen Schaden verursacht.

Das Risiko dafür ist noch höher, wenn nicht nur eine Fahne aus Stoff verwendet wird, sondern scharfkantigere und schwere Gegenstände wie zum Beispiel die sogenannten Fanflossen und Flagtags.

Bei aller Liebe zum Fußball sollte man keinesfalls die Verkehrssicherheit aus den Augen verlieren. Insbesondere sollten unbedingt die Sicherheitshinweise beachtet werden, die bei Kauf dieser Fanartikel grundsätzlich dabei stehen.

„Fair geht vor“ gilt nicht nur im Fußball, sondern auch im Straßenverkehr.




Jochen Dieckmann 

Der gelernte Journalist hat viele Jahre als internationaler Fernfahrer gearbeitet und über seine Erfahrungen das Buch „Geschlafen wird am Monatsende“ geschrieben. Heute setzt sich Jochen als Teil der Transportbotschafter für ein besseres Image des Straßengüterverkehrs ein und bloggt für portatio.

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