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15.04.2015 - Autor: Jochen Dieckmann  - Wie würdest Du entscheiden?



Mitfahrzentrale für LKW-Fahrten


Anhalter

Der französische Jung-Unternehmer Victor Clément möchte einen Vermittlungsdienst anbieten, mit dem Reisende die Möglichkeit bekommen sollen, in LKW mitzufahren. Der Hintergrund: In Frankreich gibt es große dünn besiedelte Landstriche mit wenig oder keinem öffentlichen Personenverkehr. LKW fahren jedoch überall hin. Auf seiner Internetseite www.wetruck.fr sollen solche Mitfahrgelegenheiten jetzt europaweit vermittelt werden können. Jedenfalls wenn die Idee aufgeht und es sowohl genügend Nachfrage als auch genügend Anbieter geben sollte. Manche Insider sehen das eher skeptisch, der Student jedoch ist davon überzeugt, dass sich diese Idee erfolgreich durchsetzen wird. In Frankreich gab es für seine Idee viel Beifall und ein reges Echo der Presse. Dabei gibt es bisher lediglich eine Testversion und ein tonloses Werbevideo.

Hier gibt es weitere Informationen zu dem Projekt.

Deine Meinung ist gefragt. Wie würdest Du entscheiden?

Möglichkeit 1

Tolle Idee und das gleich aus mehreren Gründen. Die Fahrergehälter sinken immer weiter und so kann man sich ein wenig dazu verdienen. Mit einem Beifahrer ist es weniger langweilig, auch sinkt die Gefahr von Müdigkeit und Sekundenschlaf. Es schont die Umwelt, da der LKW ja sowieso fahren muss und es erhöht zugleich die Akzeptanz für den bisher eher unbeliebten LKW. Jemand ohne Auto kommt so auch in Gegenden, die er ansonsten gar nicht oder nur sehr schwierig erreichen kann.

Möglichkeit 2

Nur ein Branchenfremder kann auf eine solch unrealistische Idee kommen. Das ist kaum planbar, da man oftmals nicht weiß, wo genau man mit dem LKW 24 geschweige denn 48 Stunden später ist. Man hat auch meistens weder die Zeit noch die Möglichkeit, größere Umwege in irgendwelche Innenstädte zu fahren oder auf den Mitfahrer länger zu warten. Außerdem: Wer möchte schon für ein Taschengeld von 10 oder 20 Euro jeden Tag einen anderen wildfremden Menschen in seinem Schlafzimmer sitzen haben? Aber an diesen Aspekt denkt mal wieder niemand.




Jochen Dieckmann 

Der gelernte Journalist hat viele Jahre als internationaler Fernfahrer gearbeitet und über seine Erfahrungen das Buch „Geschlafen wird am Monatsende“ geschrieben. Heute setzt sich Jochen als Teil der Transportbotschafter für ein besseres Image des Straßengüterverkehrs ein und bloggt für portatio.

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