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12.04.2016 - Autor: Jochen Dieckmann  - Wie würdest Du entscheiden?



Der verflixte Reisverschluss


Wenn auf der Autobahn zwei Fahrstreifen zu einem werden, sollten sich alle im Reißverschluss-System hintereinander einfädeln. Früher hat das nicht geklappt, weil viele Autofahrer schon viele hundert Meter zu früh auf die andere Spur gefahren sind. Deswegen wurde die StVO geändert, genauer gesagt der §7, Absatz 4.

Jetzt heißt es dort: Die Fahrzeuge sollen sich erst unmittelbar vor Beginn der Verengung im Reißverschlussverfahren einordnen.

Doch selbst das lässt so viel Interpretationsspielraum zu, dass das Reißverschlussverfahren in Deutschland praktisch nie funktioniert.

Dabei gibt es zwei verschiedene Verhaltensweisen, für beide gibt es gute Argumente.

Wie würdest Du entscheiden?

 

Position 1:

Die Formulierung unmittelbar vor der Verengung hindert mich doch nicht daran, auf den letzten hundert Metern schon mal freundlichen Blick-Kontakt zum Nebenmann/frau aufzunehmen, um sich so zu arrangieren. Ich bin ja nicht verpflichtet, auf der endenden Spur wirklich bis zum, letzten Meter zu fahren. Wenn sich alle auf den letzten hundert Metern einigen, klappt der Reißverschluss ganz prima.

Position 2:

Wer sich 50 Meter zu früh einordnet, verstößt gegen den Wortlaut des Gesetzes. Da das viele dennoch tun, kann man zudem einige Wagenlängen gut machen, wenn man wirklich bis ganz vorne fährt. Dann darf man sich auch ruhig reindrängeln, immerhin hat man ja das Gesetz auf seiner Seite.




Jochen Dieckmann 

Der gelernte Journalist hat viele Jahre als internationaler Fernfahrer gearbeitet und über seine Erfahrungen das Buch „Geschlafen wird am Monatsende“ geschrieben. Heute setzt sich Jochen als Teil der Transportbotschafter für ein besseres Image des Straßengüterverkehrs ein und bloggt für portatio.

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