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10.03.2017 - Autor: Jochen Dieckmann  - Aus der Branche



Bundesrechnungshof contra (Lang-)Lkw


Es ist äußerst schwierig, Hintergrundberichte zum Thema Lkw in die Presse zu bringen. Das geht oft nur dann, wenn diese dabei schlecht genug wegkommen.

Lang-LKW

Die sonst im Journalismus übliche Wahrheitsstreue und Genauigkeit darf dabei, so scheint es, ruhig auf der Strecke bleiben, das scheint niemanden außerhalb der Branche zu stören.

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres äußerte sich der Bundesrechnungshof zum Thema Lkw. Das ist so überraschend, wie wenn sich die Bundesagentur für Arbeit zur Hochseefischerei äußern würde, die Bundesanstalt für Straßenwesen zur Erderwärmung oder die Bundesnetzagentur zur Armutsentwicklung. Dabei stört es offenbar auch keinen Redakteur, dass die Einlassungen des Bundesrechnungshofes durch keinerlei Sachkenntnis getrübt sind. Nur das Ergebnis zählt: Der Lkw ist böse.

Doch sehen wir uns die beiden Stellungnahmen mal genauer an.

Letzte Woche wurde bekannt, dass der Bundesrechnungshof die Entscheidung der Bundesregierung kritisierte, den Regelbetrieb für Lang-Lkw einzuführen. Stattdessen solle der Feldversuch fortgeführt werden, die Entscheidung käme viel zu früh.

Da fragt man sich, wo die Damen und Herren Bundesbeamten in den letzten zehn Jahren geschlafen haben und wie lange sie denn noch so vor sich hin testen wollen. Denn den Lang-Lkw gibt es bereits seit über zehn Jahren in Deutschland. Bereits im August 2007 legte das Institut für Verkehrswirtschaft, Straßenwesen und Städtebau der Leibniz Universität Hannover seinen Schlussbericht vor, mit dem Thema „Auswertung des niedersächsischen Modellversuchs zum Einsatz von ‘GigaLinern‘. Auftraggeber war das niedersächsische Verkehrsministerium. Denn die ersten Lkw dieser Art fuhren bereits 2006 in den Bundesländern Bremen und Niedersachen. Selbst wenn der Bürobote zu Fuß oder mit der Deutschen Bahn unterwegs wäre, sollte er in den gut neun Jahren den Weg von Hannover zum Bundesrechnungshof nach Bonn gefunden haben.

Inhaltlich bringt der Bundesrechnungshof keine neuen Argumente, sondern kramt alte Aussagen aus der Klamottenkiste. Es wird fehlende Infrastruktur bemängelt. Doch die Panikmache vor zu kleinen Kreisverkehren und zu kurzen Nothaltebuchten in Tunnels wurde von Fachleuten schon lange ins Reich der Märchen verwiesen. Denn für den Lang-Lkw werden selbstverständlich nach wie vor nur Strecken genehmigt, wo es diese Infrastrukturprobleme eben nicht gibt. Schade, dass man sich beim Bundesrechnungshof offensichtlich nicht sachkundig macht, bevor man sich äußert. Schade auch, dass kein Redakteur kritisch nachfragt und kein Regierungsvertreter den Bundesbeamten auf die Finger klopft, zur Sachlichkeit mahnt und sie auffordert, sich auf ihr Kerngeschäft zu besinnen.

In dem oben verlinkten Artikel der Süddeutschen Zeitung gibt es einen lustigen Satz, der viel darüber aussagt, wie die Beamten dieser Bundesbehörde anscheinend ticken: „Die klare Empfehlung der Behörde ist es, die Verordnung zu verschieben und nicht hektisch Fakten zu schaffen.“ Dass nach zehn Jahren Tests nun der Regelbetrieb eingeführt werden soll, bezeichnet der Bundesrechnungshof als „hektisch“. Dazu fallen einem nur noch Beamtenwitze als Erwiderung ein.

Leider ist das nicht die erste Don Quijoterie des Bundesrechnungshofes. Im letzten Jahr rügte er fehlende Gewichtskontrollen bei Lkw.

Die Behörde spricht von einem jährlichen Einsparpotenzial in dreistelliger Millionenhöhe. Sie gibt aber leider keinerlei Erkenntnisse preis, wie viele Lkw überladen sein sollen, weder anteilig noch in absoluten Zahlen. Das hält sie aber nicht davon ab, ganz unbekümmert Behauptungen in den Raum zu stellen.

In der Stellungnahme heißt es weiter, ein Lkw-Fahrer würde durchschnittlich nur etwa alle 140 Jahre kontrolliert. Wenn das stimmen würde, wäre ich schon über zehntausend Jahre alt und viele meiner Kollegen ebenfalls. Aber über den bösen Lkw darf diese Bundesbehörde noch weitere Unwahrheiten kommunizieren und alle stimmen zu. In der Erklärung wird wieder mal das Märchen verbreitet, dass ein Lkw die Straßen 10.000 Mal mehr belaste als ein Pkw. Diesen Unsinn haben wir bereits vor drei Jahren kommentiert.

Außerdem heißt es mal wieder, schwer beladene Lkw hätten einen längeren Bremsweg. Schon 1980, als ich den Lkw-Führerschein machte, gab es das automatisch-lastabhängige Bremssystem, das dafür sorgt, dass der Lkw umso stärker bremst, je schwerer er beladen ist, sodass der Bremsweg immer gleich lang bleibt. Aber bis zum Bundesrechnungshof ist diese Information anscheinend noch nicht durchgedrungen.

Fazit: Bei der Stimmungslage braucht sich jedenfalls niemand über Nachwuchsprobleme zu wundern.  Solange die Debatte pro und contra (Lang-)Lkw nicht ernsthaft geführt werden kann, weil die Gegner unwidersprochen mit vermeintlichen Tatsachen „argumentieren“ dürfen, wird die Transportbranche in Deutschland weiter an Attraktivität verlieren und die Fahrer werden weiterhin an so mancher Ladestelle wie Schmuddelkinder behandelt.




Jochen Dieckmann 

Der gelernte Journalist hat viele Jahre als internationaler Fernfahrer gearbeitet und über seine Erfahrungen das Buch „Geschlafen wird am Monatsende“ geschrieben. Heute setzt sich Jochen für ein besseres Image des Straßengüterverkehrs ein und bloggt für portatio.


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