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16.01.2018 - Autor: Daniela Kampschulte  - Danielas Kolumne



Hilfe, das Taxi brennt!


Eigentlich sollte es ein einfacher Auftrag werden: Ein Taxi mit Qualm aus dem Motorraum zu einer Werkstatt abschleppen. Nichts Besonderes… - dachten wir.

Brennendes Taxi

Aber dass die Feuerwehr uns später Geleitschutz mit Blaulicht geben musste, daran hätten wir im Traum nicht gedacht.

Als wir zu besagtem Fahrzeug kamen, sahen wir recht schnell, dass es brannte. Wobei….nein…gebrannt hat es nicht im herkömmlichen Sinne. Im Motorraum gab es einen Schwelbrand, der Fahrer war schon mit dem Versuch beschäftigt, das Feuer zu löschen. Für uns war nicht ersichtlich, ob die Flüssigkeiten, die sich mittlerweile auf der Straße schon ihren Weg zur Kanalisation gebahnt hatten, aus den Löschversuchen resultierten oder ob das auslaufende Betriebsstoffe waren. Jedenfalls beschlossen wir als erstes, sofort die Feuerwehr zu rufen und vor allem, diese Flüssigkeiten abzustreuen, damit sie nicht weiterhin in die Kanalisation gelangen konnten.

Dank der Polizei, die zufällig vorbeikam, konnten wir selbst dann auch einen Löschversuch starten, der aber sehr schnell vorbei war, weil es einfach nichts brachte.

Kaum, dass wir die Feuerwehr alarmiert hatten, kam diese auch schon mit 2 Wagen und vollem Tamtam.

Aber auch die Profis konnten den Brand nicht löschen. Weder mit Wasser noch mir CO2, - es hörte einfach nicht auf zu qualmen. Trotz Unmengen an Wasser, in den Motorraum, unter dem Fahrzeug….keine Chance. Von allen Seiten wurde versucht, den Brandherd, der noch nicht genau lokalisiert werden konnte, irgendwie unter Kontrolle zu kriegen.

Durch einen Kurzschluss oder dergleichen, genaues konnte vor Ort nicht festgestellt werden, hatte sich wohl etwas im Motor oder Getriebe entzündet und diesen Schwelbrand ausgelöst. Leider kam die Feuerwehr nicht an den Herd heran, sodass beratschlagt werden musste, was weiter passieren sollte. Die Vermutung, dass der Brandherd irgendwo im Getriebe sein könnte, ließ nur eine Möglichkeit zu: das Getriebe musste raus bzw. freigelegt werden. Vor Ort war das natürlich nicht möglich, sodass nach einigem Überlegen feststand, dass wir das Taxi zu einer Werkstatt schleppen sollten, die nur einen Kilometer entfernt lag. Und hier kam dann die Feuerwehr mit Blaulicht als Geleitschutz für uns ins Spiel.

So schnell wie möglich haben wir das qualmende Auto aufgeladen und - gesichert durch die Feuerwehr - konnten wir dann die Werkstatt unter Umgehung zahlreicher Verkehrsregeln zügig erreichen. Diese hatte zwischenzeitlich schon Bescheid bekommen, dass ein Fahrzeug zu ihnen unterwegs ist, welches unter den Augen und Wasserschläuchen der Feuerwehr so schnell wie möglich auf die Hebebühne musste, um den Brandherd endgültig zu lokalisieren und entsprechend zu löschen.

Und was war passiert? Nach kurzer Suche auf der Bühne durch den Mechaniker stand schnell fest: Der Rußpartikelfilter hatte zu schwelen begonnen. Wieso und wie es dazu kommen konnte, war nicht ersichtlich. Durch die Hitzebildung haben dann Verkleidungen unter und im Motorraum zu kokeln angefangen. Das hatte die Löschung so schwierig gemacht, bzw. erstmal verhindert.

Wir waren jedenfalls heilfroh, als wir in der Werkstatt heile angekommen waren Es war unser erster und zum Glück bisher einziger Auftrag, den wir unter Bewachung der Feuerwehr durchführen mussten.




Daniela Kampschulte 
Ich bin Daniela, Berufskraftfahrerin und Kraftverkehrsmeisterin aus Attendorn im schönen Sauerland. In meiner Kolumne hier auf portatio, schreibe ich über alles rund um meinen Job und allem, was damit zu tun hat! Witziges darf da natürlich nicht fehlen.Besucht mich auch auf meinem privaten Blog.

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